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217758

(2002) Wahn Welt Bild, Dordrecht, Springer.

Homo pictor

Thomas Fuchs

pp. 91-106

Den Ausgangspunkt des Beitrags stellt eine allgemeine phänomenologische Analyse des Bildes und der Bildproduktion dar. Es wird gezeigt, dass die Umsetzung imaginierter Entwürfe in den symbolisch abgegrenzten Raum des Bildes eine grundlegende Äußerung menschlicher Freiheit bedeutet. So kann die Möglichkeit, bedrängendes inneres Erleben in eine sichtbare Gestalt zu bringen, auch psychotisch erkrankten Menschen eine Handlungsfreiheit zurückgeben, die sie in der gewöhnlichen Realität verloren haben.Im zweiten Teil wird — anhand von Werken vornehmlich aus der Sammlung Prinzhorn der Psychiatrischen Klinik Heidelberg — der Zusammenhang zwischen den Erlebnisweisen Schizophrener und typischen Strukturmerkmalen ihrer Bildproduktionen untersucht. Eine vorrangige Rolle spielt dabei die Polarität von Physiognomisierung und Formalisierung, die sowohl als Ausdruck wie als Versuch der Bewältigung der schizophrenen Erlebnisstörungen anzusehen ist.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-642-55719-4_8

Full citation:

Fuchs, T. (2002)., Homo pictor, in T. Fuchs, I. Jádi, B. Brand-Claussen, C. Mundt & H. Kiesel (Hrsg.), Wahn Welt Bild, Dordrecht, Springer, pp. 91-106.

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