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193479

(2012) Luhmann-Handbuch, Stuttgart, Metzler.

Anlässlich des Todes von Niklas Luhmann 1998 betitelte Der Spiegel seinen Nachruf »Hegel ohne Weltgeist« (47/1998, 276), in explizitem Anschluss an die Verleihung des Stuttgarter Hegel-Preises 1988. Robert Spaemann formulierte in seiner Laudatio: »wenn Luhmanns Systemtheorie mit irgendeiner Gestalt von Philosophie in einen Theorievergleich wird eintreten müssen, kann es wohl nur die Hegelsche sein« (Pl, 62). Ist also der Soziologe Luhmann der Hegel des 20. Jahrhunderts? Und wenn ja: Inwieweit und inwiefern kann von einer Hegel-Rezeption oder einer Überbietung Hegels gesprochen werden? Im hier gebotenen Rahmen können die Antworten auf solche Fragen freilich nur darin bestehen, die Eckpunkte eines umfassenderen Theorievergleichs zu setzen. Dies erfolgt erstens mithilfe einer Außen- und zweitens mithilfe einer Innenperspektive: Zunächst werden wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf Intentionen, explizit erwähnte Anlässe zur Theoriebildung, Gegenstände und grundlegende Theoriebildungs- bzw. Werdensfiguren skizziert. Im Anschluss kommt Luhmann mit einigen seiner zahlreichen systemtheoretischen Selbstbeobachtungen in Bezug auf Hegels Theorie selbst zu Wort. Auf diese Weise soll deutlich werden, wie sehr Luhmann an den Vorschlag Hegels zur theoretischen Erfassung der Moderne anschließt, gerade indem er sich von ihm absetzt.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-476-05271-1_6

Full citation:

Schönwälder-Kuntze, T. , Müller, J. F. , Nassehi, A. , Jahraus, O. , Brunkhorst, H. , Fuhse, J. , Saake, I. (2012)., Verbindungen, Bezüge, Differenzen, in O. Jahraus, A. Nassehi, M. Grizelj & I. Saake (Hrsg.), Luhmann-Handbuch, Stuttgart, Metzler, pp. 261-330.

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