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140416

(2017) Husserl-Handbuch, Stuttgart, Metzler.

"Logische Untersuchungen"

Henning Peucker

pp. 55-65

Die Logischen Untersuchungen (LU) gelten als das Gründungsdokument der gesamten Tradition der phänomenologischen Philosophie. Das Werk geht aus jahrelangen Auseinandersetzungen Husserls mit zeitgenössischen Arbeiten zur Logik und Psychologie hervor. Als Privatdozent hat er sich in seinen Hallenser Jahren sehr intensiv mit der aktuellsten Literatur der Mathematik und Logik auseinandergesetzt und dazu auch zahlreiche wichtige Rezensionen veröffentlicht. Außerdem sind in diesen Jahren einige zeichenund wahrnehmungstheoretische Abhandlungen entstanden, die Vorstufen für die Theorie des intentionalen Bewusstseins aus den LU bilden. Das »Werk des Durchbruchs« (Hua XVIII, 8) zur Phänomenologie als einer neuartigen philosophischen Methode macht Husserl schnell bekannt und verschafft ihm 1901 seine erste Professur an der Universität Göttingen. Dort bildet sich ein Schüler/innenkreis um ihn, zu dem auch Studierende von der Universität München kommen, die besonders von dem in den LU proklamierten Rückgang auf die »Sachen selbst« (Hua XIX/I, 10) angezogen sind. Das Werk wird mehrfach rezensiert, wobei eine der wichtigsten Rezensionen zum ersten Band der LU von Paul Natorp verfasst wird (zur Rezeptions- und Entstehungsgeschichte der LU vgl. auch die »Einleitung des Herausgebers« von Elmar Holenstein in: Hua XVIII).

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-476-05417-3_8

Full citation [Harvard style]:

Peucker, H. (2017)., "Logische Untersuchungen", in S. Luft & M. Wehrle (Hrsg.), Husserl-Handbuch, Stuttgart, Metzler, pp. 55-65.

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