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Ontologie, Wissenschaftstheorie und Geschichte im Spätwerk Husserls

Paul Janssen

pp. 145-163

Im Verlauf der Ausgestaltung seines Werkes gewinnt für Husserl die Unterscheidung von passiver und aktiver Konstitution eine wachsende Bedeutung.1 Husserl skizziert diese Unterscheidung in systematisch allgemeiner Weise in den Cartesianischen Meditationen im Rahmen einer Kennzeichnung der Phänomenologie als universal genetischer, konstitutiver Transzendentalphilosophie.2 Aber die in den Cartesianischen Meditationen entwickelte Unterscheidung zweier Grundformen der konstitutiven Genesis bestimmt — was auf den ersten Blick nicht in die Augen fällt — den systematischen Ort und den Aufbau zahlreicher wichtiger Arbeiten Husserls seit den zwanziger Jahren. Das gilt für die Analysen zur passiven Synthesis, für die Formale und Transzendentale Logik und für Erfahrung und Urteil. In den Cartesianischen Meditationen faβt Husserl mit dieser Unterscheidung nurdas Ergebnis langen Nachdenkens zusammen. Auβerdem hängt die Problematik der Idealisierung und ihres Verhältnisses zur Lebenswelt, die in der Krisis-Abhandlung einen wichtigen Platz einnimmt, unmittelbar mit der Stufung der gesamten Konstitutionssphäre nach "Prinzipien der aktiven und passive Genesis" zusammen.3

Publication details

DOI: 10.1007/978-94-010-2813-4_6

Full citation [Harvard style]:

Janssen, P. (1972)., Ontologie, Wissenschaftstheorie und Geschichte im Spätwerk Husserls, in U. Claesges & K. Held (Hrsg.), Perspektiven transzendentalphänomenologischer Forschung, Den Haag, Nijhoff, pp. 145-163.

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