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148137

(2008) Meaning and language, Dordrecht, Springer.

Das Rätsel des Ausdrucks

Ullrich Melle

pp. 3-26

Dem Wunder des Bewusstseins und der Vernunft steht das Rätsel des Ausdrucks gegenüber: Unsere Erlebnisse nehmen eine äußerliche Gestalt an; sie werden in eine Ausdrucksform gebracht und sind mit dieser Ausdrucksform so innig verschmolzen, dass sie schlechterdings untrennbar, ja beinahe identisch scheinen. Was in unserem Erlebnisstrom ohne Ausdrucksgestalt ist, ist es mehr als ein unnennbar Fließendes und Unbestimmtes, eine blosse Regung, ein dumpfes Gefühl, eine atmosphärische Stimmung oder ein Hintergrundbewusstsein? Wie innig oder wie äußerlich ist das Verhältnis zwischen dem Erlebnis und seinem Ausdruck? So innig wie das Verhältnis zwischen Seele und Leib oder so äußerlich wie das zwischen Leib und Kleid?

Publication details

DOI: 10.1007/978-1-4020-8331-0_1

Full citation [Harvard style]:

Melle, U. (2008)., Das Rätsel des Ausdrucks, in F. Mattens (Hrsg.), Meaning and language, Dordrecht, Springer, pp. 3-26.

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