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Transzendentale phänomenologie?

Rudolf Bernet

pp. 41-70


Husserls Bestimmung des eigenen phänomenologischen Denkens als eine Transzendentalphilosophie ist schon bald auf Widerstand und Ablehnung gestoßen.Wie verschieden die Gründe dafür bei den Göttinger Schülern, bei Scheler und Heidegger, bei Sartre und Merleau-Ponty auch gewesen sein mögen, die Verwerfung des Begriffs eines durch die phänomenologische Reduktion erschlossenen transzendental-konstituierenden ichlichen Bewusstseins sowie des sich daraus ergebenden phänomenologischen Idealismus ist eine Konstante der post-husserlschen Phänomenologie. Die nächste Generation der Phänomenologen hat sich dann – mit einigen bemerkenswerten Ausnahmen – in ihrem defensiven Bestreben, die Aktualität von Husserls Philosophie zu verteidigen, oftmals einfach um das Thema herumgedrückt.

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