Die Idee

et al. versteht sich als ein Forum, das Debatten und Ereignisse sowie Theorie und Praxis phänomenologischer Philosophie sichtbar macht. Wir wollen zu Reflexion, Kooperation und Information unter Phänomenolog*innen und phänomenologischen interessierten Philosoph*innen beitragen. Dabei liegt der Fokus auf einer Kultur mündlichen Austauschs, die vor allem zu Diskussionen anregen soll. Dies drückt sich auch in der Form aus, sodass sich der Blog hauptsächlich an kurzen Darstellungsformen orientiert und versucht multimedial aufzutreten, um Akteur*innen und aktuelle Ereignisse in der Phänomenologie zu Wort kommen zu lassen.

Neben inhaltlichen Debatten, übersichtlich versammelten Informationen rund um die Disziplin und der Vernetzung untereinander werden künftig auch Initiativen zur Förderung phänomenologischer Philosophie und ihrer Akteur*innen hier bekanntgemacht, begleitet, unterstützt, und – wenn möglich – angestoßen. Hierzu zählen ein jährlicher Frühlings-Campus ab 2018 ebenso wie standortübergreifende Förderungsmöglichkeiten; Langzeitperspektiven sind zudem die Ausweitung der Adressierung über deutschsprachige Grenzen hinweg. Gegründet wurde der Blog im April 2017 mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung und den Open Commons of Phenomenology.

Der Titel et al. orientiert sich dabei an dem Bezug jedes phänomenologischen Hinblicks: Dieser ist immer auf andere und anderes gerichtet. Der Primat der intentionalen Korrelation sowie die Medialität der phänomenologischen Reflexion und der notwendige Bezug jeder Philosophie zur Nicht-Philosophie sind nur einige der Figuren der Alterität, die der Name dieses Blogs widerzuspiegeln versucht. Bereits Husserl, der Begründer der Phänomenologie, hat sein Denken durch einen konstanten Dialog mit anderen Disziplinen entwickelt – in erster Linie mit der Mathematik und der Psychologie. Seitdem hat sich die Phänomenologie als eine Methode weiterentwickelt, deren Potenzial sich in unterschiedlichen ‚anderen‘ Diskursen und wissenschaftlichen Bereichen zeigen lässt. Ob mit dem Anspruch einer prima philosophia oder einer Fundierung in der Lebenswelt – immer mitgedacht wird so schließlich ein „et al.“, in welchem das „al.“ weder im Numerus noch im Genus fixiert ist und dem sich dieser Blog verpflichtet fühlt. Sichtbar wird dies in unserem Blog unter „Reflexion“ durch die Kategorien, die den jeweiligen Bezug kenntlich machen.

Zur Übersichtlichkeit unserer verschiedenen Aktivitäten finden sich in diesem Blog drei Rubriken, unter denen folgende Inhalte zu finden sind:

Reflexion: Unter dieser Rubrik werden nicht bloß bestehende Debatten aufgegriffen und kommentiert. Der Blog versteht sich vielmehr als eine Plattform, in der Debatten auch angestoßen und sichtbar gemacht werden. Hierzu bieten sich eine Reihe von Formaten an: Mit Interviews in Schrift, Bild und/oder Ton, Vorab-Publikationen plus Repliken, die später in den Phänomenologischen Forschungen gedruckt werden, multimedialen GesprächenEssaysBerichten, Kommentaren u.Ä. durch uns sowie Gastbeitragende wird für eine lebendige Praxis phänomenologischer Forschung gesorgt. Weitere Kooperationen sind hier bereits geplant.

Kooperation: Wir bieten eine umfangreiche Landkarte, auf der neben Standorten phänomenologischer Forschung auch Schritt für Schritt möglichst alle aktiven Wissenschaftler*innen vertreten sein werden, die im Umkreis phänomenologischer Philosophie tätig sind. Diese Forscher*innen sind wiederum in unserem Archiv der Porträts abgelegt. Dieses Archiv versammelt zu jeder Person eine – nach Vorbild der Open Commons suchbare Bibliographie und verfügt über noch weitere Funktionen wie: eine Kurzvita, Forschungsschwerpunkte, Hinweise auf laufende Projekte, Links zur Institutsseite uvw. Da wir hier die Ressourcen der Open Commons nutzen, ist die Pflege des Archivs wie der Landkarte zudem gesichert.

Information: In dieser Rubrik finden sich viele Informationen über Ereignisse, Institutionen und Projekte der phänomenologischen Philosophie. Dazu zählen Calls, Veranstaltungshinweise, aber auch Hinweise auf Neuerscheinungen, Lehrstuhlbesetzungen u.v.m. Auch hier können wir auf die Ressourcen der Open Commons zurückgreifen und haben daher Zugriff auf sämtliche Informationen etwa durch Integration der Reviews of Phenomenology, die sämtliche Neuerscheinungen phänomenologischer Forschung auch bei uns sichtbar machen.

et al. versteht sich als eine Plattform zur aktiven Vernetzung. Wir rufen daher jeden auf, der an unserem Projekt partizipieren möchte, dies zu tun. Neben der Möglichkeit, ein eigenes Porträt zu erstellen, bieten wir auch an, dass Mitglieder Videos, Audios oder schriftliche Beiträgen wie Kritiken, Besprechungen, Essays, Interviews verfassen können oder gleich einen eigenen Themenbereich abdecken. Anmeldung kann man sich unter Mitglied werden!

et al. wird nach anfänglicher und anhaltender Unterstützung durch die Open Commons und die DGPF u.a. auch von der International Association of Women Philosophers (IAPh), dem International Network of Phenomenology Students (InPhS) und weiteren Kreisen unterstützt.

Hinweise auf Veranstaltungen, Calls, Neuerscheinungen, Stellen etc. können jederzeit per Mail an die Info-Redaktion geleitet werden.