CfP: „Faktum, Faktizität, Wirklichkeit: Phänomenologische Perspektiven“, Jahrestagung der DGPF, 18.-21.9.2019

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Phänomenologie Universität Wien, 18.-21. September 2019   Call for Papers [Link] Folgt man der mit dem Begriff des »Postfaktischen« verbundenen Zeitdiagnose, so befinden wir uns in einem Zeitalter, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse durch »gefühlte Wahrheiten« und Tatsachen durch »alternative Fakten« ersetzt werden. Gleichzeitig zeigt sich – im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und des Aufkommens neuer Informationstechnologien – eine breite gesellschaftliche Entwicklung hin zu einer Herrschaft des faktisch Gegebenen im Sinne nackter Daten (Big Data), die scheinbar abseits jeder lebensweltlichen Verankerung das soziale Leben einer umfassenden Algorithmisierung und … Weiterlesen …

Interview mit Hans Rainer Sepp im Rahmen der Husserl Lecture 2018 und der HAT 2018

Prof. Dr. Hans Rainer Sepp ist Preisträger der Husserl Lecture 2018, die jährlich von der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung (DGPF) vergeben wird. Im Rahmen seiner Lecture wird er am 18. Oktober einen Vortrag mit dem Titel „Vom Absoluten. Skizze einer Phänomenologie des Extrems“ abhalten. Im Anschluss finden vom 19. bis zum 20. Oktober die Husserl-Arbeitstage statt, die mit einem von Hans Rainer Sepp geleiteten Seminar zum Thema „Subjekt in Wirklichkeit: Die Erfindung der Fotografie“ eröffnet werden. 

Erik Dzwiza und Selin Gerlek aus dem et al. Team hatten die Gelegenheit, bereits im Vorfeld ein Interview mit Hans Rainer Sepp zu führen. Wir danken Hans Rainer Sepp für dessen außerordentlich freundliche Unterstützung!

Zur Person: Hans Rainer Sepp (geb. 1954) studierte von 1974 bis 1979 Philosophie und Germanistik an der LMU in München und war von 1982 bis 1992 Mitarbeiter des Husserl-Archivs in Freiburg. In dieser Tätigkeit war er außerdem Koeditor verschiedener Bände der Husserliana. 1991/92 promovierte Sepp an der LMU in München bei Eberhard Avé-Lallemant und habilitierte schließlich 2004/05 an der Karls-Universität in Prag und an der TU Dresden. Neben der Gründung und Herausgeberschaft etwa der Buchreihe Orbis Phaenomenologicus war er auch Direktor des Eugen Fink-Archivs in Freiburg und gibt die Gesamtausgabe mit heraus. Er ist u.a. Leiter des Mitteleuropäischen Instituts für Philosophie an der Karls-Universität in Prag. Arbeitsschwerpunkte sind Phänomenologie, Ethik, Ästhetik, Interkulturelle Philosophie und Philosophische Anthropologie. Er arbeitet konkret am Konzept einer „Philosophischen Europa-Forschung“ und hat auf Grundlage einer ausgearbeiteten Leiblichkeitsphänomenologie zahlreiche Arbeiten zur von ihm begründeten Oikophilosophie vorgelegt. In Kürze (2019) erscheint zudem im Karl Alber Verlag In. Grundrisse einer Oikologie, das die Oikologie systematisch zusammenfasst. 

Im Interview spricht Hans Rainer Sepp insbesondere über die Grundlagen seiner Oikophilosophie und stellt Bezüge zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit her. 


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Design als transzendentale Praxis

  Florian Arnold: geb. 1985, lehrt Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Designtheorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Er absolvierte seine erste Promotion in Philosophie an der Universität Heidelberg, seine zweite Promotion in Designtheorie an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Er ist Redakteur der Philosophischen Rundschau. Thomas: Du entwickelst eine Philosophie des Designs. Heidegger spielt dabei eine große Rolle. Nun hat Heidegger allerdings zur Frage nach der Technik geschrieben, aber nicht direkt zu Design, wenn ich mich nicht irre. Also was motiviert Dein Interesse an seinem Ansatz? Wie liest Du Heidegger? Florian: In der Tat, an keiner … Weiterlesen …

Netzwerk „Phänomenologie und Metaphysik“

Phänomenologie hat sich immer schon mit Fragen der Metaphysik beschäftigt, und dabei stand meist die Frage nach der ‚Welt‘ im Vordergrund. Seit 2016 treffen sich NachwuchswissenschaftlerInnen aus Deutschland und Österreich. Sie diskutieren die Antworten, die PhänomenologInnen auf die Frage nach der Welt gegeben haben. Die Ergebnisse lassen sich ab 2019 nachlesen im Handbuch „Phänomenologische Metaphysik“, das bei Mohr Siebeck in der UTB-Reihe erscheint. Auf einem neuen Blog auf Open Commons of Phenomenology stellt das Netzwerk seine Arbeit vor und fragt gegenwärtige PhänomenologInnen: Was ist die Welt? Den Anfang macht Alexander Schnell von der Bergischen Universität Wuppertal, interviewt von Thomas Arnold. … Weiterlesen …

(Rezension) Erik Norman Dzwiza – „The Story of a Brief Marriage“ oder: Ein Tag Leben in der Gefahrenzone

In diesem Beitrag aus der Reihe „Phänomenologie und Literatur“ schildert Erik Norman Dzwiza seine Lektüre von Anuk Arudpragasams „Die Geschichte einer kurzen Ehe“,  2017 im Hanser-Verlag erschienen und ins Deutsche übersetzt von Hannes Meyer. Was er dabei entdeckt, ist eine Phänomenologie der Gefahrenzone…

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Bernhard Waldenfels – Der Leib als Umschlagstelle (aus: Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit)

Der folgende Beitrag von Bernhard Waldenfels stammt aus der Reihe „Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit“. Angesichts der zentralen Stellung, die das Leib-Konzept in der phänomenologischen Tradition innehat, lohnt sich der Versuch, die jeweiligen untereinander durchaus nicht deckungsgleichen Bestimmungen in einen Dialog zu bringen. Zweck einer solchen Parallelisierung ist nicht nur die Möglichkeit der Sichtbarmachung der Vielfalt leibtheoretischer Forschungen, sondern auch der Versuch, nach genuin zeitgenössischen Denkfiguren und Traditionen sowie nach einem Bezugsgewebe oder auch nach der Reichweite möglicher Bestimmungen zu fragen. Hierzu hat et al. mehrere ForscherInnen gebeten, ihre Bestimmungen für unseren Blog in knappen Worten zusammenzufassen.

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Thomas Bedorf – Die korporale Differenz (aus: Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit)

Der folgende Beitrag von Thomas Bedorf stammt aus der Reihe „Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit“. Angesichts der zentralen Stellung, die das Leib-Konzept in der phänomenologischen Tradition innehat, lohnt sich der Versuch, die jeweiligen untereinander durchaus nicht deckungsgleichen Bestimmungen in einen Dialog zu bringen. Zweck einer solchen Parallelisierung ist nicht nur die Möglichkeit der Sichtbarmachung der Vielfalt leibtheoretischer Forschungen, sondern auch der Versuch, nach genuin zeitgenössischen Denkfiguren und Traditionen sowie nach einem Bezugsgewebe oder auch nach der Reichweite möglicher Bestimmungen zu fragen. Hierzu hat et al. mehrere ForscherInnen gebeten, ihre Bestimmungen für unseren Blog in knappen Worten zusammenzufassen.


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Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit

Angesichts der zentralen Stellung, die das Leib-Konzept in der phänomenologischen Tradition innehat, lohnt sich der Versuch, die jeweiligen untereinander durchaus nicht deckungsgleichen Bestimmungen in einen Dialog zu bringen. Zweck einer solchen Parallelisierung ist nicht nur die Möglichkeit der Sichtbarmachung der Vielfalt leibtheoretischer Forschungen, sondern auch der Versuch, nach genuin zeitgenössischen Denkfiguren und Traditionen sowie nach einem Bezugsgewebe oder auch nach der Reichweite möglicher Bestimmungen zu fragen. Hierzu hat et al. mehrere ForscherInnen gebeten, ihre Bestimmungen für unseren Blog in knappen Worten zusammenzufassen und somit den Anfang eines auf unseren Seiten weiter zu verfolgenden Dialogs zu machen.  Die Beiträge: Thomas Bedorf: Die korporale … Weiterlesen …

On Logical Phenomenology – An Interview with Daniel-Pascal Zorn by our guest-editor Thomas Arnold

In this guest-contribution, Dr. Thomas Arnold, currently Visiting Researcher at the Center for Subjectivity Research (Copenhagen), interviews Dr. Daniel-Pascal Zorn, lecturer at the Bergische Universität Wuppertal and author at Klett-Cotta, on what Zorn calls „logical phenomenology“.

Daniel-Pascal Zorn is a German philosopher with a rather universalistic perspective on philosophy. His speciality is the analysis of theoretical systems and architectures as well as everyday discursive practice. Zorn studied philosophy, history, and comparative literature at Ruhr-University in Bochum and wrote his dissertation at the Catholic University Eichstätt-Ingolstadt (now published as Vom Gebäude zum Gerüst [From the Building to the Blueprint], Vol. I & II, Logos, Berlin 2016). After his doctorate, he engaged in applications of what he calls (with Jean-Pierre Schobinger) “operative attentiveness” (operationale Aufmerksamkeit) on everyday discoursive practices. This engagement resulted in a widely recognized column about argumentative logic (“Na logisch!”, Hohe Luft Magazin) as well as two books about discourse culture, Logic for Democrats (Logik für Demokraten) and Talking to Right-wingers (mit Rechten reden, with historian Per Leo and legal expert Maximilian Steinbeis). Currently, he is lecturer at the University of Wuppertal, where he is working on his habilitation about a Phenomenology of Liberalism.

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