PREISFRAGE 2019 der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung (DGPF)

Was kann Leiblichkeit als Konstitutionsbedingung von Erfahrung im digitalen Zeitalter (noch) bedeuten? Die Implikationen und Konsequenzen der Digitalisierung für das menschliche Selbst- und Weltverhältnis sind Gegenstand breit gefächerter aktueller Debatten. Aus phäno­menologischer Sicht erweist sich dabei nicht zuletzt die Frage der Leiblichkeit als entscheidend. Denn der phänomenologischen Grundeinsicht in die leib-körperliche Rückge­bundenheit aller Erfahrung scheinen heute zunehmend Formen der Entkörperlichung und Virtualisierung menschlichen Erlebens gegenüberzustehen. Angesichts dieser Problematik ruft die DGPF Studierende, Doktorand*innen und Post-Docs dazu auf, sich an der Beant­wor­tung der Preisfrage »Was kann Leiblichkeit als Konstitutionsbedingung von Erfahrung im digitalen Zeitalter (noch) bedeuten?« zu beteiligen. Der Preis ist … Weiterlesen …

CfP: Phänomenologie und die Grenzen der Metaphysik: Zeitlichkeit, Differenz, Ontologie; Frühlingsschule der DGPF, Bergische Universität Wuppertal, 1.-4. April 2019

Call for Papers: Phänomenologie und die Grenzen der Metaphysik: Zeitlichkeit, Differenz, Ontologie Frühlingsschule der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung Institut für Transzendentalphilosophie und Phänomenologie Bergische Universität Wuppertal 1.-4. April 2019   Zeitlichkeit, Differenz und Sein sind Schlüsselbegriffe der Phänomenologie, genau so aber auch Problemstellungen der Metaphysik. Sie skizzieren ein Feld des philosophischen Fragens, in dem die Phänomenologie immer wieder an ihre eigenen Grenzen stößt. Ob und wie dabei eine tatsächliche Übertretung in Richtung der Metaphysik rechtmäßig oder gar notwendig ist, soll ein Gegenstand der Überlegungen dieser Frühlingsschule sein. Wie oft in der Phänomenologie, so müssen auch hier die „Sachen selbst“ … Weiterlesen …

CfP: „Faktum, Faktizität, Wirklichkeit: Phänomenologische Perspektiven“, Jahrestagung der DGPF, 18.-21.9.2019

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Phänomenologie Universität Wien, 18.-21. September 2019   Call for Papers [Link] Folgt man der mit dem Begriff des »Postfaktischen« verbundenen Zeitdiagnose, so befinden wir uns in einem Zeitalter, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse durch »gefühlte Wahrheiten« und Tatsachen durch »alternative Fakten« ersetzt werden. Gleichzeitig zeigt sich – im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und des Aufkommens neuer Informationstechnologien – eine breite gesellschaftliche Entwicklung hin zu einer Herrschaft des faktisch Gegebenen im Sinne nackter Daten (Big Data), die scheinbar abseits jeder lebensweltlichen Verankerung das soziale Leben einer umfassenden Algorithmisierung und … Weiterlesen …

Interview mit Hans Rainer Sepp im Rahmen der Husserl Lecture 2018 und der HAT 2018

Prof. Dr. Hans Rainer Sepp ist Preisträger der Husserl Lecture 2018, die jährlich von der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung (DGPF) vergeben wird. Im Rahmen seiner Lecture wird er am 18. Oktober einen Vortrag mit dem Titel „Vom Absoluten. Skizze einer Phänomenologie des Extrems“ abhalten. Im Anschluss finden vom 19. bis zum 20. Oktober die Husserl-Arbeitstage statt, die mit einem von Hans Rainer Sepp geleiteten Seminar zum Thema „Subjekt in Wirklichkeit: Die Erfindung der Fotografie“ eröffnet werden. 

Erik Dzwiza und Selin Gerlek aus dem et al. Team hatten die Gelegenheit, bereits im Vorfeld ein Interview mit Hans Rainer Sepp zu führen. Wir danken Hans Rainer Sepp für dessen außerordentlich freundliche Unterstützung!

Zur Person: Hans Rainer Sepp (geb. 1954) studierte von 1974 bis 1979 Philosophie und Germanistik an der LMU in München und war von 1982 bis 1992 Mitarbeiter des Husserl-Archivs in Freiburg. In dieser Tätigkeit war er außerdem Koeditor verschiedener Bände der Husserliana. 1991/92 promovierte Sepp an der LMU in München bei Eberhard Avé-Lallemant und habilitierte schließlich 2004/05 an der Karls-Universität in Prag und an der TU Dresden. Neben der Gründung und Herausgeberschaft etwa der Buchreihe Orbis Phaenomenologicus war er auch Direktor des Eugen Fink-Archivs in Freiburg und gibt die Gesamtausgabe mit heraus. Er ist u.a. Leiter des Mitteleuropäischen Instituts für Philosophie an der Karls-Universität in Prag. Arbeitsschwerpunkte sind Phänomenologie, Ethik, Ästhetik, Interkulturelle Philosophie und Philosophische Anthropologie. Er arbeitet konkret am Konzept einer „Philosophischen Europa-Forschung“ und hat auf Grundlage einer ausgearbeiteten Leiblichkeitsphänomenologie zahlreiche Arbeiten zur von ihm begründeten Oikophilosophie vorgelegt. In Kürze (2019) erscheint zudem im Karl Alber Verlag In. Grundrisse einer Oikologie, das die Oikologie systematisch zusammenfasst. 

Im Interview spricht Hans Rainer Sepp insbesondere über die Grundlagen seiner Oikophilosophie und stellt Bezüge zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit her. 


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Netzwerk „Phänomenologie und Metaphysik“

Phänomenologie hat sich immer schon mit Fragen der Metaphysik beschäftigt, und dabei stand meist die Frage nach der ‚Welt‘ im Vordergrund. Seit 2016 treffen sich NachwuchswissenschaftlerInnen aus Deutschland und Österreich. Sie diskutieren die Antworten, die PhänomenologInnen auf die Frage nach der Welt gegeben haben. Die Ergebnisse lassen sich ab 2019 nachlesen im Handbuch „Phänomenologische Metaphysik“, das bei Mohr Siebeck in der UTB-Reihe erscheint. Auf einem neuen Blog auf Open Commons of Phenomenology stellt das Netzwerk seine Arbeit vor und fragt gegenwärtige PhänomenologInnen: Was ist die Welt? Den Anfang macht Alexander Schnell von der Bergischen Universität Wuppertal, interviewt von Thomas Arnold. … Weiterlesen …

Bernhard Waldenfels – Der Leib als Umschlagstelle (aus: Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit)

Der folgende Beitrag von Bernhard Waldenfels stammt aus der Reihe „Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit“. Angesichts der zentralen Stellung, die das Leib-Konzept in der phänomenologischen Tradition innehat, lohnt sich der Versuch, die jeweiligen untereinander durchaus nicht deckungsgleichen Bestimmungen in einen Dialog zu bringen. Zweck einer solchen Parallelisierung ist nicht nur die Möglichkeit der Sichtbarmachung der Vielfalt leibtheoretischer Forschungen, sondern auch der Versuch, nach genuin zeitgenössischen Denkfiguren und Traditionen sowie nach einem Bezugsgewebe oder auch nach der Reichweite möglicher Bestimmungen zu fragen. Hierzu hat et al. mehrere ForscherInnen gebeten, ihre Bestimmungen für unseren Blog in knappen Worten zusammenzufassen.

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Thomas Bedorf – Die korporale Differenz (aus: Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit)

Der folgende Beitrag von Thomas Bedorf stammt aus der Reihe „Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit“. Angesichts der zentralen Stellung, die das Leib-Konzept in der phänomenologischen Tradition innehat, lohnt sich der Versuch, die jeweiligen untereinander durchaus nicht deckungsgleichen Bestimmungen in einen Dialog zu bringen. Zweck einer solchen Parallelisierung ist nicht nur die Möglichkeit der Sichtbarmachung der Vielfalt leibtheoretischer Forschungen, sondern auch der Versuch, nach genuin zeitgenössischen Denkfiguren und Traditionen sowie nach einem Bezugsgewebe oder auch nach der Reichweite möglicher Bestimmungen zu fragen. Hierzu hat et al. mehrere ForscherInnen gebeten, ihre Bestimmungen für unseren Blog in knappen Worten zusammenzufassen.


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Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit

Angesichts der zentralen Stellung, die das Leib-Konzept in der phänomenologischen Tradition innehat, lohnt sich der Versuch, die jeweiligen untereinander durchaus nicht deckungsgleichen Bestimmungen in einen Dialog zu bringen. Zweck einer solchen Parallelisierung ist nicht nur die Möglichkeit der Sichtbarmachung der Vielfalt leibtheoretischer Forschungen, sondern auch der Versuch, nach genuin zeitgenössischen Denkfiguren und Traditionen sowie nach einem Bezugsgewebe oder auch nach der Reichweite möglicher Bestimmungen zu fragen. Hierzu hat et al. mehrere ForscherInnen gebeten, ihre Bestimmungen für unseren Blog in knappen Worten zusammenzufassen und somit den Anfang eines auf unseren Seiten weiter zu verfolgenden Dialogs zu machen.  Die Beiträge: Thomas Bedorf: Die korporale … Weiterlesen …

Interview mit Jessica Güsken über handgreifliche Beispiele in der phänomenologischen Philosophie

Jessica Güsken (M.A.) ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Neuere deutsche Literatur und Medienästhetik an der FernUniversität in Hagen. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht momentan die Praxis des Beispielgebens im Diskurs der philosophischen Ästhetik, insbesondere die Beispiele, die dort für das Hässliche gegeben werden. Im Gespräch mit Selin Gerlek aus dem et al.-Team könnt ihr nachlesen, worum es in der Beispielforschung geht und inwiefern Literaturwissenschaft und Phänomenologie diesbezüglich in einer spezifischen Nähe zueinander stehen. SG: Liebe Jessica, ich durfte im Sommer Teil einer u.a. von Dir organisierten und thematisch konzipierten Tagung mit dem spannenden Titel Handgreifliche Beispiele ästhetischen Wissens in Bochum und … Weiterlesen …