Prisma zeitgenössischer Bestimmungen von Leiblichkeit

Angesichts der zentralen Stellung, die das Leib-Konzept in der phänomenologischen Tradition innehat, lohnt sich der Versuch, die jeweiligen untereinander durchaus nicht deckungsgleichen Bestimmungen in einen Dialog zu bringen. Zweck einer solchen Parallelisierung ist nicht nur die Möglichkeit der Sichtbarmachung der Vielfalt leibtheoretischer Forschungen, sondern auch der Versuch, nach genuin zeitgenössischen Denkfiguren und Traditionen sowie nach einem Bezugsgewebe oder auch nach der Reichweite möglicher Bestimmungen zu fragen. Hierzu hat et al. mehrere ForscherInnen gebeten, ihre Bestimmungen für unseren Blog in knappen Worten zusammenzufassen und somit den Anfang eines auf unseren Seiten weiter zu verfolgenden Dialogs zu machen. 


Die Beiträge:

Thomas Bedorf ist unter anderem Mitherausgeber des Handbuchs Leiblichkeit. Geschichte und Aktualität eines Konzepts, Tübingen 2012; ehemaliger Koleiter des DFG-Netzwerks Kulturen der Leiblichkeit und Leiter des DFG-Projekts Praktische Körper, Altpräsident der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung (DGPF; 2015-2017)
 
Bernhard Waldenfels ist Autor zahlreicher einschlägiger Studien zur Phänomenologie des Leibes; zu nennen wären etwa seine Vorlesungen Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des Leibes, Frankfurt/M. 2000. Neben seinen Arbeiten zur Phänomenologie des Leibes, zur Vielfalt der Sinne und Künste sowie zur französischen Philosophie hat Waldenfels seine responsive Phänomenologie des Fremden entwickelt, in welcher das Fremde, der Leib, der Anspruch des Anderen und die Zeitverschiebung zentrale Motive bilden. Er ist Übersetzer und Herausgeber von Merleau-Pontys Schriften, Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung (DGPF), Gründer der Reihe Phänomenologische Untersuchungen im Wilhelm Fink-Verlag und war Koleiter des Graduiertenkollegs Phänomenologie und Hermeneutik.

(Weitere Bestimmungen folgen in den kommenden Wochen und werden hier fortlaufend aktualisiert.)